Gunboat 20


Deutschland

Hallo Mitstreiter,

das war eigentlich ein recht cooles GB Spiel. Nach alter Tradition danke an Stefan fürs fehlerlose leiten und Gratulation an den russischen Genossen für den Sieg.

Aus deutscher Sicht ist es anfangs recht gut gelaufen. Frankreich wollte gegen England vorrücken und Italien gegen Frankreich. Russland und ÖU war zwei gute Verbündete. Als England eine Allianz mit Italien und mir gegen Frankreich schmieden wollte habe ich, sorry, Italien etwas einfahren lassen und Frankreich weiter den Rücken gestärkt. Langfristig eher ein Fehler. Im Nordwesten wurde England und im Südosten überraschen der Osmane vernichtet.

Den Stab von R oder F hatte ich erwartet, wobei ich ihn erst eine Runde später erhofft hätte. Aber einen Doppelstab von Russland und dann Frankreich war etwas Zuviel :-) Mit den leichten Erfolgen im Süden, da war mein angekratztes Verhältnis zum Italiener auch nicht hilfreich :-), hatte der Russe plötzlich eine gute Solochance. Leider hat es zwei/drei Züge gedauert Frankreich von der Gefahr zu überzeugen und mit ein paar echt guten Zügen waren wir nur noch in der Defensive. Ob wir ohne den versäumten Rückzug am Schluss noch ein DRAW erreichen hätten können wage ich zu bezweifeln. Da war unser Genosse einfach schon zu weit und leider auch zu gut.

Ja und am Schluss - aufgeben tut man einen Brief und auch andere können Fehler machen ;-)

Euer Heinrich



Frankreich
hat noch keinen EOG abgegeben

Großbritannien
hat noch keinen EOG abgegeben

Italien
hat noch keinen EOG abgegeben

Österreich-Ungarn

Hallo!

Zunächst mal danke fürs Spielleiten, so einen Spilleiter wünscht man sich öfters: Immer zeitnahe und korrekt ausgewertet, stets erreichbar... Danke!

Zum Spiel:

Habe nach langem wieder einmal mit Österreich-Ungarn gespielt und wollte mich von Anfang an auf keine Experimente einlassen: Wohlwissend, dass ein italienisch-österreichischer Krieg bloß den anderen Balkanmächten hilft, versuchte ich von Anfang an, diesbezüglich einen Waffenstillstand abzuschließen.

Am Balkan konnte ich mich erfreulicherweise mit beiden anderen Großmächten verständigen, die Entscheidung zu Gunsten Russlands fällte ich, weil der Russe zum einen konkretere Vorschläge unterbreitete und ich davon ausging, dass eine Kooperation mit Russland auch über den Balkanfeldzug hinaus funktionieren könnte (leider eine Fehleinschätzung, wie sich schließlich herausstellte).

Der Beginn verlief am Balkan in weiterer Folge optimal, Sorgen bereitete mir hingegen Italien: Er zögerte bei der (vereinbarten) Westoffensive zu lange, verschonte Frankreich (weil er offenbar eine 100%ige Möglichkeit ein VZ einzunehmen übersah) und begann schließlich seine Einheiten wieder nach Osten zu verschieben... Hinzu kam, dass er Ven stets besetzt hielt und mich so meinerseits dazu nötigte, auch in Triest eine Einheit zu halten. Das schürte natürlich Misstrauen, Italien vergab seine Chancen im Westen und konnte sich mE nur mehr im Osten engagieren, wollte er nicht auf ewig auf vier VZ sitzenbleiben...

Da ich mich gegen Italien absicherte hatte ich leider nie die volle Schlagkraft am Balkan, was schließlich den russischen stab begünstigte. Zudem baute ich eine zweite Flotte in Venedig. Italien hat dies nie verwunden und mir bis zum Ende des Spiels nicht geglaubt, dass ich damit unmittelbar keine kriegerischen Absichten verbunden hatte, ich wollte mich lediglich absichern und mir für die Zukunft Optionen offenhalten. Für Italien kam der Flottenaufbau aber einer Kriegserklärung gleich und diese Flotte verhinderte letztlich eine frühere Einigung.

Der russische Stab kam dann nicht ganz unerwartet, aber da ich mich auch gegen Italien absichern musste, hatte ich gehofft, dass der Russe erst nach dem türkischen Ende losschlagen würde. Glücklicherweise gelang mir zunächst mit deutscher Hilfe die Stabilisierung der Front, jedoch zeichnete sich ab, dass Deutschland bald einem Zweifrontenkrieg gegenüberstehen würde und sohin diese Hilfe kaum dauerhaft zur Verfügung stehen würde.

Ab diesem Zeitpunkt war für mich klar, dass Russlands Solo nur durch eine starke Koalition der Mittelmächte zu verhindern wäre, doch leider scheiterten zunächst meine Bemühungen Italien ins Boot zu holen an dessen Unversöhnlichkeit. Die sture italienische Haltung hat mich dabei fast an die Weissglut gebracht, insbesondere zumal ich keinen einzigen kriegerischen Akt gegen Italien gesetzt hatte.

Als aufgrund der russischen Übermacht ein russisches Solo schon fast zur Gewissheit wurde, gelang es mir dann schließlich doch, Italien zur Kooperation zu bewegen. Ich bin nicht sicher, ob es nicht ohnedies bereits zu spät gewesen wäre, aber ohne dass Frankreich uns in den Rücken gefallen wäre, wäre das Solo eventuell noch zu verhindern gewesen. Als schließlich der Franzose erkannte, dass seine Nadelstiche in die Westfront der Mittelmächte lediglich Russland zum Sieg verhalfen war Österreich bereits Geschichte, ich hatte verabsäumt, mich rechtzeitig in Ven festzusetzen (was möglich gewesen wäre) und so ein allfälliges draw auszusitzen. Letztlich war es offenbar eh\' zu spät, denn Russland schaffte das Solo.

So kann man nur dem Zaren gratulieren, er hat clever gespielt, rechtzeitig gestabbed und es offenbar verstanden, Frankreich lange genug bei Laune zu halten.

MfG,

Graf Rüdiger von Starhemberg


Osmanisches Reich
hat noch keinen EOG abgegeben

Russland

Werte Genossen,

dann auch noch ein paar Worte von mir. Danke für die Gratulationen und danke an Dr. Stefan für die sehr gute Spielleitung.

Tja wie war das nochmal mit dem Spielverlauf ? Am Anfang wurde ich mit Deutschland schnell einig. Im Süden war die Qual der Wahl wer der Bündnispartner sein sollte. Ich entschied mich für ÖU. Und auch Osmanien entschied sich für ÖU als Bündnispartner. F02 entschied sich dann ÖU für mich und gegen Osmanien, damit war das osmanische Schicksal schon fast besiegelt. Der Sultan hat dann auch ziemlich schnell resigniert, aber der positive Nebeneffekt war dass er jetzt sehr schlecht auf ÖU zu sprechen war und mir dauernd Support angeboten hat. Im Herbst 03 wurde dann dem ÖU Con versprochen, aber das Versprechen wurde nicht gehalten, sondern ÖU durfte den Gegenangriff auf Bul spüren ... Auch Italien wurde ins Boot geholt. Im Frühjahr 04 gelang es mit vereinten Kräften (I, OR und R) dem Össi auch noch Gre abzunehmen.
In H04 wurde dann der neue Verbündete Osmanien zweier Heimat-VZ beraubt, das klappte wirklich wie am Schnürchen.

Die zugehörigen Aufbauten machten F05 den Stab gegen Deutschland fast zur Pflicht. England war da ja schon fast erledigt und Frankreich und Italien waren neue Verbündete.
Ein schwerer Rückschlag war der H05, als sich Italien und Österreich für mich völlig unerwartet (aber natürlich völlig folgerichtig) gegen mich verbündeten. Dummerweise hatte ich den Rückzug für die A Ser hinter A Bud notiert und keine allgemeine Rückzugsklausel angegeben. Somit wurde A Ser aufgelöst und der Balkan stand in Flammen. Deutschland wehrte sich derweil verbissen und erfolgreich im Norden. Hilfreich war in dieser Phase natürlich das Bündniss zum Franzosen, so dass Deutschland zwischen zwei Feuer geriet.
1906 bekam ich den Balkan wieder in Griff vor allem weil ÖU und I nicht konsequent nachsetzen. Dazu fiel mir Nwy in die Hand. Dazu der Deal mit Deutschland das er mich nach Nth unterstützt (so bekam er Den frei). Natürlich war mir schon klar dass D sofort versuchen würde sich mit Frankreich zu verbünden, aber andererseits bedeute eine F in Nth dass ich freien Zugang nach Nrg und damit ins franz. Hinterland hatte. Vielleicht war dieser Stab an Frankreich ein Fehler und es wäre besser gewesen weiter auf D einzuschlagen ?

1907 ein weiterer Fehler dass ich Ber nicht frei gebounct habe. Dafür gelang der Durchbruch nach NAt. Derweil waren die restlichen drei Mächte verbündet und die Diplomatie spielte für mich keine Rolle mehr.
1908 gelang ein Glückstreffer mit der Eroberung von Edi und es ging weiter bergauf (wenn auch nur mühsam). Da ich einen Convoy nach Lvn befürchtete verlegte ich A Fin zurück nach Lvn. 1909 wurde ich deshalb in Skandinavien überrollt.
Zwischenzeitlich hatte ich dadurch eine A in Den, die ich ins franz. Heimatland hätte convoyen können, bzw. hätte ich dies versuchen können. Allerdings habe ich mich dagegen entschieden. Jetzt stand es bereits 17:17 VZ und jede Einheit war wichtig. Im Süden entschied ich mich gegen die Vernichtung der franz. F Alb um dem Franzosen keinen Aufbau zu ermöglichen, damit meine durchgebrochenen Flotten nicht aufgehalten werden konnten. Der Preis dafür war dass ich im Süden meine Überlegenheit nicht ausspielen konnte. 1910 fiel dann München und der Franzose hat ebenfalls den Rückzug ( Aufbau) verbuchselt. Damit war aus meiner Sicht der Käse gegessen oder der Drops gelutscht.
1911 war es wie Heinrich schon sagte, sehr schwer für die Allianz geworden, selbst wenn sie meine Züge gekannt hätte. Klar war dass ich Mun und Lon decken konnte und dass ich Por bekommen würde. Andere VZ außer Mun und Lon waren außer Reichweite der Allianz. Mun wäre nur in Gefahr gekommen wenn die A Swe nach Pru convoyt worden wäre, aber dann hätte vermutlich der Norden gebrannt. Insofern war 1911 nur noch ein Runterspielen ziemlich sicher Züge.

Das Heinrich noch auf Fehler bei mir gewartet hat ist nicht nur verständlich sondern auch löblich im Sinne des Spiels. Allerdings hab ich die Züge nicht nur einmal komplett kontrolliert ...

Sozialistische Grüße

Mensch Meier (Staatsratsvorsitzender)



Diplomacy per email - Ludomaniac